Burn-out vorbeugen und ganzheitlich behandeln
Was ist ein Burn-out-Syndrom?
Burn-out (oder Ausgebrannt-Sein) ist in erster Linie eine Stresserkrankung. Es handelt sich um das Endstadium einer länger andauernden Entwicklung, in der die Kraftreserven des Organismus durch Stress oder Überanstrengung erschöpft wurden. Meist zeigen sich im Vorfeld Erschöpfungszustände und Müdigkeit, die aber oft durch erhöhte Leistungsbereitschaft nicht wahrgenommen werden. Formal gibt es im Katalog der Krankheiten (ICD-10) die Diagnose “Burn-out” nicht, weswegen häufig der Begriff “Erschöpfungsdepression” verwendet wird.
Was sind typische Beschwerden des Burn-out-Syndroms?
- extreme körperliche und seelische Erschöpfung
- stark reduzierte Leistungsfähigkeit
- Unfähigkeit zur Regeneration
- Stimmungsschwankungen
- Neigung zu Aggressivität
- geistige und emotionale Verflachung
Ganzheitliche Behandlungsmöglichkeiten
Vor der Behandlung steht die Diagnose. Zunächst sollten körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden (siehe Erschöpfung ganzheitlich behandeln). In der Regel ist die Durchführung eines Gesundheitschecks zu empfehlen, um eine umfassende Abklärung zu gewährleisten.
Werden keine körperlichen Erkrankungen (z.B. Lebererkrankung oder Schilddrüsenunterfunktion) oder Mangelzustände (z.B. Eisen- oder Vitamin-D-Mangel) gefunden, sollte die Erschöpfung ganzheitlich angegangen werden. Dazu gehören Veränderungen des Lebensstils, der Arbeitsweise und der sozialen Kontakte, wie sie im Rahmen der Mind-Body-Medizin eingeübt werden können. Dadurch soll die Resilienz, die Widerstandskraft, erhöht werden. Speziell Bewegungsübungen und Entspannungsverfahren können die Stressresistenz erhöhen. Oft ist es sinnvoll, dies in einem gesonderten Kurs einzuüben (Stressbewältigungskurs).
Unterstützend können Klassische Naturheilkunde, Phytotherapie, Akupunktur, Ozon-Sauerstoff-Therapie, Procain-Basen-Infusion und Orthomolekulare Medizin sinnvoll sein. Welche Verfahren im Einzelenen eingesetzt werden, sollte individuell entschieden werden.
Zusätzlich kann eine Neuro-Balance-Analyse, eine Untersuchung der Neurotransmitter-Spiegel (Botenstoffe im Nervensystem, u.a. Cortison, Adrenalin und Serotonin), hilfreich sein. Anhand der gewonnenen Informationen können Defizite gezielt mit pflanzlichen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden. So kann z.B. bei einem Serotonin-Mangel – einer häufigen Ursache für Depression und Erschöpfung – sowohl Tryptophan als Ausgangssubstanz als auch Johanniskraut zur Steigerung der Serotonin-Spiegel im Zentralnervensystem eingesetzt werden.
Bei schwereren Burn-Out-Erkrankungen ist zusätzlich eine ambulante, teilstationäre oder sogar stationäre Psychotherapie sinnvoll. Dazu können wir Ihnen spezielle Therapeuten oder Einrichtungen empfehlen.
Eine ambulante Psychotherapie ist als Individualpsychologische Gesprächstherapie auch in unserer Praxis durch Herrn Kowol möglich.




