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Praxis für ganzheitliche Medizin Düsseldorf
Dr. med. Christian Petersohn, Prof. Dr. med. Lutz Tharandt, Dr. med. Gerrit Sütfels
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Reizdarm und Verdauungsstörungen ganzheitlich behandeln

Welche Verdauungsstörungen gibt es?

Verdauungsstörungen können aus Veränderungen der Stuhlfrequenz (Verstopfung – Durchfall) und -konsistenz (hart – weich) sowie aus Blähungen und Schmerzen oder Krämpfen bestehen. Die Beschwerden können dauerhaft vorliegen oder in Zusammenhang mit Stresssituationen oder mit bestimmten Nahrungsmitteln auftreten.

Zunächst sollten infektiöse und organische Ursachen (z.B. eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, eine Divertikelentzündung oder ein Tumor) ausgeschlossen werden.

Anhand der ärztlichen Befragung und des körperlichen Untersuchungsbefundes werden dann verschiedene Erkrankungen bzw. Störungen abgeklärt:

  • Milchzucker- und Fruchtzucker-Unverträglichkeit (Laktoseintoleranz / Fruktoseintoleranz)
  • Glutenunverträglichkeit (Zoeliakie)
  • Histamin-Intoleranz
  • Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten
  • Pollen-assoziierte Unverträglichkeiten
  • Störungen der Darmflora (enterale Dysbiose)
  • Störungen des Darm-assoziierten Immunsystems und der Schleimhautbarriere
  • Störungen der Ernährung und der Verdauung
  • bakterielle oder parasitäre Infektionen
  • Pilzbesiedlung (v.a. mit Candida albicans)

Was ist ein Reizdarm-Syndrom?

Ein Syndrom bezeichnet eine Ansammlung von Symptomen (Krankheitszeichen), also keine exakt zu bestimmende Krankheit. Sind bei Bauchbeschwerden und Verdauungsstörungen manifeste Krankheiten ausgeschlossen, spricht man in der Regel von einem Reizdarm-Syndrom.
Der genaue Entstehungsmechanismus ist häufig unklar und sehr individuell. So können z.B. Störungen der Kohlenhydratverdauung (z.B. eine Milchzucker-Unverträglichkeit) zu Fehlbesiedlungen der Darmschleimhaut und damit zur Irritation des Darm-assoziierten Immunsystems führen. Andererseits können seelische Belastungen oder chronischer Stress eine Reizung des Darm-Nervensystems bewirken und damit indirekt die Darmflora und die Verdauungsleistung stören.
Wichtig für die ganzheitliche Behandlung des Reizdarm-Syndroms ist die gründliche Abklärung auf Unverträglichkeiten, Störungen der Darmflora und Parametern des Darm-assoziierten Immunsystems, aber auch die Ergründung des seelischen Befindens und von möglichen Stressoren. Bei anhaltenden Beschwerden sollte auch eine Darmspiegelung zum Ausschluss anderer Erkrankungen durchgeführt werden.

Wie können Verdauungsstörungen ganzheitlich behandelt werden?

Wichtig ist eine individuelle Behandlung anhand der erhobenen Befunde. Unsere Ärzte erarbeiten mit Ihnen Therapiekonzept, das folgende Inhalte haben kann:

  • Ernährungstherapie: z.B. Auslassen von unverträglichen Nahrungsmitteln oder Erhöhung der Ballaststoffzufuhr (je nach Befund)
  • Darmsanierung (Therapie der Darmflora): z.B. mit Probiotika (also Lebensmittel oder Kapseln, die lebensfähige Mikroorganismen enthalten) oder Pflanzenstoffen wie Flohsamenschale
  • Stärkung des Darm-assoziierten Immunsystems: meist mit pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln wie z.B. Betaglukanen aus Shiitake- und Maitake-Pilzen oder Glutamin als Eiweißbaustein
  • Pilzsanierung: bei Befall mit Candida können pflanzliche Medikamente (z.B. Myrrhe) oder Nystatin eingesetzt werden, aber auch eine Optimierung der Ernährungsgewohnheiten und der Darmflora ist wichtig.
  • Phytotherapie: es gibt eine Reihe von pflanzlichen Präparaten, die die Verdauung unterstützen, z.B. Pfefferminz, Kamille, Myrrhe, Artischocke und Gelbwurz (Curcuma). Welches Gewächs individuell wirksam ist, kann anhand der erhobenen Befunde eruiert werden.
  • Colon-Hydro-Therapie: eine Darmspülung zur Förderung der Entgiftung, Reinigung bei Pilzbelastung und Floraschäden sowie bei hartnäckiger Verstopfung oder im Rahmen von Fastenkuren.
  • Mind-Body-Medizin: Bearbeitung des Dreigestirns Ernährung, Bewegung und Entspannung.
  • Entspannungsverfahren und Stressbewältigung: Im Darm sitzen mit dem “Bauchgehirn” unsere Gefühle – der bessere Umgang mit Stress und negativen Gefühlen kann die Verdauungsleistung erheblich verbessern!
  • Traditionelle chinesische Medizin: v.a. Akupunktur und Moxibustion können Darmbeschwerden lindern und Stress bzw. Ängste reduzieren.
  • Orthomolekulare Medizin (Behandlung mit speziellen Vitalstoffen)
  • Allergiebehandlung: v.a. bei Kreuzallergien mit Baum- oder Gräserpollen können Verdauungsstörungen durch eine Allergiebehandlung reduziert werden.
Übersicht Therapie

Weitere Informationen:

  • Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
  • Nahrungsmittelallergiediagnostik
  • Stuhldiagnostik
  • Darmsanierung
  • Pilztherapie
  • Phytotherapie
  • Gluten-Unverträglichkeit
  • Fruktoseintoleranz