Tinnitus-Behandlung
Was ist ein Tinnitus?
Tinnitus ist ein Ohrgeräusch, das unabhängig von äußeren Geräusche wahrgenommen wird. In den meisten Fällen ist es durch spezielle Messungen des HNO-Arztes nicht nachweisbar. Dennoch ist ein Ohrgeräusch oft für den Betroffenen sehr belastend. Viele Patienten fühlen sich in ihrer Entspannungs- und Regenerationsfähigkeit erheblich beeinträchtigt.
Was sind Ursachen für den Tinnitus?
In der Regel bleibt die genaue Ursache des Tinnitus unklar. Es sollten jedoch Erkrankungen des Ohres, der Ohrlymphe, des Hör- und Gleichgewichtsnerven sowie ein Hörschaden ausgeschlossen werden. Findet sich keine offensichtliche Ursache, können virale Infekte, Autoimmunerkrankungen oder Stress mögliche Auslöser sein. Es wird davon ausgegangen, dass es dadurch zu einer Durchblutungsminderung im Ohr kommt.
Wie kann Tinnitus ganzheitlich behandelt werden?
Die meisten Therapieverfahren bei Tinnitus zielen auf eine Verbesserung der Durchblutung im Ohr ab. In der Akutphase (innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen) ist diese Behandlung sehr effektiv.
Wir verwenden in der Regel tägliche Infusionen mit einem durchblutungsfördernden Medikament (Pentoxifyllin) in Kombination mit einem pflanzlichen Ginkgo-Präparat. Auf Kortison-haltige Infusionen versuchen wir aufgrund des ungünstigen Nebenwirkungsprofils weitgehend zu verzichten.
Als unterstützende Behandlungen sind Neuraltherapie, Eigenbluttherapie, Ozon-Sauerstoff-Therapie, Akupunktur und Entspannungsverfahren sinnvoll. Außerdem kann eine spezielle Tinnitus-Ohrmassage hilfreich sein. Prinzipiell sollten Geräusch- und Stressbelastung gemieden sowie eine regelmäßige Tagesrhythmik wiederaufgebaut werden.
Bei chronischem, über Monate bis Jahre bestehendem Tinnitus ist der Behandlungserfolg in der Regel geringer. Dennoch besteht Hoffnung! Hier sollte immer eine Kombination aus verschiedenen Behandlungen eingesetzt werden, z.B. Ginkgo, Neuraltherapie, Eigenbluttherapie, Ozon-Sauerstoff-Therapie, Akupunktur, Stellatum-Blockaden (Betäubung eines Nervengeflechts im Hals) und Stressbewältigungs- sowie Entspannungsverfahren. Zusätzlich können Methoden zum besseren Umgang und zur Akzeptanz des Ohrgeräuschs vermittelt werden.




